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Diäten und ihr dickes Ende
Irgendwie ungerecht, oder? Da haben Sie sich tage- manchmal sogar wochenlang kasteit, um für einen bestimmten Anlass gut auszusehen – und kaum ist das Ziel
erreicht, schlägt der Zeiger der Waage wieder nach oben aus. Während manche Menschen unbekümmert riesige Portionen verputzen können, legen Sie bereits nach den ersten „normalen“ Tagen wieder an Gewicht
zu. Warum bloß? Müssen Sie denn Ihr ganzes Leben lang Diät halten?
Zu schön, um wahr zu sein
Genau so sind sie, die der Versprechen Diäten. Es gibt sie hundertfach – und meist lassen sich bereits nach wenigen
Tagen beachtliche Erfolge vermelden. Denn wer weniger Kalorien zu sich nimmt als er benötigt, nimmt ab. Aber leider anschließend auch wieder zu – und oft mit „Zinsen“. Mit jedem
gescheiterten Diätversuch sinkt auf jeden Fall eines: Ihr Selbstbewusstsein!
Die meisten Diäten sind eine Anleitung zur Fehlernährung und setzen einen negativen Kreislauf in Gang Bei jeder Diät wird nämlich nicht nur das unerwünschte
Fett, sondern auch Muskelmasse abgebaut. Pech für die Menschen, die Gewicht verlieren wollen, denn Muskeln verbrennen sogar im Ruhezustand mehr Energie und sorgen so für einen höheren Kalorienverbrauch. Kaum ist
also die Blitzdiät beendet und die erste „normale“ Mahlzeit verspeist, holt sich der Körper schleunigst das Nahrungsfett, um seine leeren Fettspeicher aufzufüllen. Sein Ziel: Der Vorrat muss
wieder stimmen. In den Wiederaufbau der Muskelmasse investiert er zunächst einmal nicht.
Je häufiger Sie Ihren Körper durch Diäten und Hungerkuren verunsichert haben, desto mehr wird er sich in den Vorrat packen wollen. Und je unregelmäßiger
das Fett kommt, desto mehr „setzt“ es an, weil der Körper sich ja nicht auf eine regelmäßige Fettzufuhr verlassen kann.
Sparpolitik, um Sie am Leben zu erhalten
Wir sind geschaffen, dass
wir im Notfall auch mit wenig Nahrung lange überleben können. Der Energieverbrauch kann im Einzelfall bis zu 50% gedrosselt werden. Hat der Körper seine „Sparpolitik“ durchgesetzt, nehmen Sie einfach
nicht weiter ab, auch wenn Sie nur Miniportionen essen. Ganz entschlossen schaltet er auf Sparflamme, denn er ist bereit, Sie auch in einer längeren Hungersnot am Leben zu erhalten. Die Folge: Nach einer Blitzdiät
nehmen Sie auch „blitzschnell“ wieder zu und haben es in Zukunft noch schwerer, abzunehmen, weil sich durch den Muskelabbau Ihr Grundumsatz gesenkt hat. Jedes verlorene Pfund Muskelmasse verringert den
täglichen Energiebedarf um 50-100 Kalorien.
Merke: Jede Diät - Erfahrung wird vom Körper gespeichert und macht es Ihnen in Zukunft schwerer, Ihr reduziertes Gewicht langfristig zu halten. Mit jeder Diäten
sinkt der Grundumsatz ab und die anschließende Gewichtszunahme ist vorprogrammiert. Viel Mühe für wenig Erfolg!
Aus dem Kreislauf des Jojo-Effekts aussteigen -den Stoffwechsel in Schwung bringen
Meine wichtigste Empfehlung: Nie wieder Crash-Diäten! Keine Hungerkuren. Keine Fasten– Tage der Figur wegen. Wenn Sie fasten, sollte Ihre Motivation klar sein.
Aus gesundheitlichen Gründen „entschlacken“, das klassische Heilfasten, ist sicher allgemein gesundheitlich empfehlenswert. Eine „Methode, um Gewicht zu reduzieren ist es nicht.
Natürlich gibt es auch das Fasten, weil Sie einen „geistlichen Hunger“ nach der Gegenwart Gottes in Ihrem Leben haben. Ich habe öfters gefastet und es hat meine Sensibilität für die Anliegen Gottes
erhöht. Aber auch dieses Fasten ist keine schlaue Methode, so nebenbei ein paar Kilo abzunehmen. Wenn, dann sollte die Motivation Ihr Verlangen nach mehr von Gott in Ihrem Leben sein.
Viele Frauen essen nur kleinste Portionen – aus Angst, zuzunehmen. Damit decken sie oft nicht einmal den Grundumsatz ihres Körpers, geschweige den
Leistungsumsatz, den sie durch die zusätzliche Bewegung haben. Mit diesen „Mini-Portionen“ ist ihr Stoffwechsel regelrecht unterfordert und „dümpelt“ auf Sparflamme vor sich hin. Zum einen
fährt er die “Notsteuerung“ wegen der geringen Kalorienzufuhr, hinzu kommt die Unterforderung durch die geringen Nahrungsmengen, die er zu verarbeiten hat.
Trauen Sie sich!
Essen
Sie sich konsequent satt – mit mäßigem- und regelmäßigem Fettanteil und möglichst gesunden Kohlenhydraten wie Vollkornprodukten, Kartoffeln, Nudeln und viel Obst und Gemüse. Angesichts stabiler
„Einkommensverhältnisse“ wird der Körper seine Sparpolitik lockern.
Regelmäßige Mahlzeiten helfen, Heißhungerattacken zu vermeiden. Achten Sie darauf, nicht zu oft in die
„Fettfalle“ zu tappen und riskieren Sie möglichst wenig Exzesse beim Fett. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Das macht die Fettzellen kleiner und Sie dünner. J
Eine gute Möglichkeit,
die Abnahme anzukurbeln ist, an ein, zwei Tagen in der Woche etwas weniger zu essen. So läuft der Fettabbau weiter und der Stoffwechsel kommt auf Touren.
Dinnercancelling ?
Ein chinesisches Sprichwort lautet: „Das Abendessen überlasse Deinen Feinden“ Dies ist der Ansatz des Dinnercancelling und gilt als
Geheimtipp in Society-Kreisen. Das Abendessen wird gestrichen – „gecancelt“. Zwischen dem letzten Essen am frühen Abend und dem Frühstück am nächsten Morgen sollten 14 Stunden vergehen.
Wissenschaftliche Begründung: Zunächst einmal werden natürlich Kalorien gespart. Zum anderen gerät der Körper durch den vorübergehenden Nahrungsmangel nachts in eine Unterzuckerung und fördert damit
die Produktion von Wachstumshormonen und Testosteron. Diese Hormone bauen Fett ab und straffen Haut und Muskeln. Normalerweise kommen diese Hormone nämlich erst in der zweiten Hälfte der Nacht in Fahrt, wenn das
Abendessen verdaut ist.
Obwohl der Ansatz clever gedacht ist, birgt er die Gefahr in sich, dass Ihr Körper auf „Sparflamme“ umschaltet und den Stoffwechsel hinunterfährt. Die
verträglichere Variante könnte lauten: Ein bis zweimal in der Woche auf das Abendessen verzichten! Oder: Das Abendessen so leicht verdaulich wie möglich zusammenstellen. Und darauf achten, nicht zu spät abends
zu essen.
Bewegung einplanen
Mit zusätzlicher Bewegung bringen Sie die genetische Notsteuerung Ihres Körpers in Bedrängnis. Wenn Sie sich regelmäßig mehr bewegen, bringen Sie Ihren
Stoffwechsel in Schwung und verbrennen Fett. Und wenn Sie durch Sport sogar Muskelmasse aufbauen, steigt auch Ihr Grundumsatz wieder. So können Sie, trotz „Vorgeschichte“ Ihr Wunschgewicht erreichen.
Und: Nicht nur das geringer werdende Fettgewebe, sondern Ihre Muskeln sorgen für eine gute Figur.
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