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Feedback von Heides Abnahme mit dem Lebe leichter Online-Coaching

Samstag, 6:45 h. Ich sitze im Zug – Wochenendausflug, Geburtstagsfeier, knapp 5 Fahrstunden von zu Hause entfernt. Hektische neunzig Minuten liegen hinter mir. Ich habe verschlafen, ausgerechnet an so einem Tag!

Aber nun sitze ich im ICE und denke, während ich in das Brötchen beiße, wie genial doch meine Art leichter zu werden ist:

Mein vorbereitetes Frühstück – Vollkornbrot-Klappstulle und ein Apfel – liegt daheim gut eingepackt und sicher im Kühlschrank. Klar, wenn was schief läuft …..  

Während ich nun also hier an diesem nicht besonders nährstoffreichen und nicht besonders sättigendem Frühstück mümmle, muss ich schmunzeln.

Früher hätte ich so einen Vorfall ganz besonders schwer genommen. Aber mit „lebe leichter“ nehm´ ich´s leicht. Schließlich gibt es hier keine verbotenen Lebensmittel. Und so ist auch ein belegtes Brötchen vom Bäcker durchaus ok. Auch wenn es mit Remoulade ist, ein Produkt, auf das ich gerne verzichte. Um den Apfel tut es mir allerdings leid. Der wäre jetzt toll. Gut, dass ich wenigstens meine anderthalb Liter Wasser nicht vergessen habe.

Wie kam es zum leichter werden?

Mit meinen 48 Jahren habe ich schon viele Zu- und Abnahmen hinter mir.

Angefangen habe ich im Teenageralter mit einer Nulldiät. Dabei war ich aus meiner heutigen Sicht vielleicht etwas mollig, aber auf jeden Fall nicht wirklich dick. Aber gut, jeder ist (neben den nackten Fakten) immer so dick wie er sich fühlt.

Es folgten Weight Watchers (noch die alte Version ohne Points), Trennkost, Wake up (Trennkost fettreduziert), Molke Drinks und Knäckebrot mit Fitnessstudio (38 kg weniger), Eliminierung verschiedener „bösen“ Lebensmittel, Aufpassen „was darf ich jetzt essen, was lass ich sein“, Points zählen mit dem neuen WW-Konzept … .

Einiges hat zum Gewichtsverlust geführt, anderes nicht. Doch nach jedem Erfolg kamen die abtrünnigen Pfunde brav zurück (das Jo-Jo lässt grüßen).

Auch wenn ich auch über die Jahre kein festes Gewicht vorweisen konnte, eines konnte ich vorweisen: Eine nette Auswahl an Kleidungsstücken der verschiedensten Größen in und auf dem Kleiderschrank sowie unterm Bett in Boxen verstaut.

Mitte Februar las ich in einer Zeitschrift einen Artikel über „lebe leichter“ von Heike Malisic.

Ich war gerade wieder an einem jener verzweifelten Punkte angekommen an denen ich bezüglich meines Gewichtes zu resignieren begann.

Der Artikel und das Konzept von „lebe Leichter“ sprach mich sehr an. Ich stöberte auf der angegebenen Homepage und schnell boten sich mir zwei Alternativen:

Wiederwillig zu lernen mich mit meinen Zustand zu akzeptieren, oder auf dieses „lebe leichter“ Programm einzugehen.

Was hatte ich zu verlieren? – Nichts!

Also ab ins Internet. In solchen Dingen bin ich schnell in der Entscheidung (um eine Tasche für dieses Wochenende zu packen brauchte ich einen Abend) und habe mich gleich bei Beate Nordstrand zum Online-Coaching angemeldet.

Noch vor dem ersten Telefonkontakt habe ich begonnen mich auf 3 Mahlzeiten zu beschränken und fleißig meine Nahrungsaufnahme zu dokumentieren.

Es folgte der Telefonkontakt mit Beate Nordstrand. Vorher musste ich auf die Waage (die war gut im Keller versteckt).

Der Tag der Wahrheit - 28 kg über dem Normalgewicht.

In den ersten Wochen tat ich mich sehr schwer mein Wunschgewicht zu benennen. Ich wollte mich nicht festlegen aus Angst enttäuscht zu werden.

Viele Konjunktive begleiteten meine Gedanken und Äußerungen.

In der ersten Woche nahm ich 0.5 kg ab (hm – das ging aber auch schon mal besser)

Doch kontinuierlich ging es dann in den nächsten Wochen bergab. Manchmal 2 kg in der Woche. Normalerweise ja schon fast zu viel. Es war aber halt so und ich habe mich nicht schlecht gefühlt.

Ich habe gelernt wieder zu spüren, wenn ich Hunger habe. Ein neues Gefühl. Wenn mir der Magen knurrt schmunzle ich und denke an einen der vielen „lebe leichter“ Sätze „Jetzt bedient sich der Körper an meinen Hüften“ – soll er mal, bitteschön, ist genug da.

Den Stresshunger dagegen nehme ich nicht mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Da muss ich mich immer wieder bewusst gegen die Versuchung entscheiden etwas zu essen. Aber diese Art des Hungers wird weniger. Und dann hilft es mir daran zu denken, jetzt die Situation auszuhalten, zu erledigen was getan werden muss. Mit Blick auf mein Endziel freue ich mich auf die nächste Mahlzeit und plane mir evtl. jetzt schon einen Nachtisch ein. Gerade im Job kann man ja nicht einfach an die frische Luft gehen. Da muss man (äh frau) dann dadurch.

„lebe leichter“ spricht auch die Seele an. Der Hunger, der hier verspürt wird lässt sich nicht mit Käse, Schokolade oder Gummibärchen stillen. Hier gilt es zu lernen auf mich zu schauen, das Magenknurren zu überhören und dafür zu schauen, was den Hunger ausgelöst hat. Für mich gehört beispielsweise dazu, dass ich lerne, dass ein Schreibtisch nicht ganz frei sein muss. Es wird immer etwas geben, was am nächsten Tag erledigt werden kann.

Statt einen Keks zu essen und Überstunden zu machen, lege ich die Unterlagen auf Wiedervorlage und mache Feierabend (zumindest übe ich mich im Zweiteren, ersteres klappt schon).

Viele alte Gewohnheiten rund ums Essen verabschieden sich immer mehr. Da geht beispielsweise nicht mehr automatisch der Löffel zum Mund wenn der übrige Nudelsalat aus der Schüssel in die Vorratsdose gefüllt wurde, jetzt wandert der Löffel in die Spüle.

Beim Kochen muss ich die Zutaten nicht unbedingt mit meinem Geschmacksinn auf Haltbarkeit und Qualität prüfen. Meine Nase und die Augen sind auch gut intakt.

Den Kaffee zwischen den Mahlzeiten gibt es mit etwas Milch und nicht wie sonst mit viel Aufgeschäumter plus Kakaopulver.

Beim Einkaufen denke ich gar nicht mehr an die Schokolade, die es sonst nach dem anstrengenden Regalroutenlauf als Belohnung und zur Überbrückung auf dem laaaaangen Heimweg zur nächsten Mahlzeit noch beim Einpacken oder im Auto gab.

Neue Gewohnheiten haben sich eingestellt. Neben eben beschriebenen gehört als größte Umstellung die Tellerregel dazu. Hierzu zählt auch das schöne anrichten von Obst / Gemüse als Platzhalter und der übrigen Mahlzeit.

Noch eine Neuheit eröffnet sich mir. Wenn ich auf eine Feier oder auswärts essen gehe, denke ich nicht „Oh schreck, was darf ich da essen, was nicht? – Am besten geh´ ich erst gar nicht hin.“ Nein heute genieße ich das außerhäusliche Essen.

Was ich mir noch angewöhnt habe ist die Bewegung. Hierzu habe ich das Walken für mich entdeckt. Anfänglich haben sich die Stöcke mit meinen Füßen nicht im richtigen Einklang gefunden, aber mittlerweile laufen alle vier ganz harmonisch, jeder an seinem Platz.

Es erstaunt mich immer wieder wie viel Freude mir das macht.

Ich kann – und tue es auch – jedem, der sich mit seinem Gewicht herumärgert oder –frustet „mein“ erprobtes Konzept nur empfehlen. Es ist so einfach und vor allem lebenslang durchzuhalten.

Neu erlernte Gewohnheiten prägen.

Auch dazu gibt es ein wunderbares Zitat aus dem „lebe leichter“ Programm:

„Gewohnheiten sind wie Trampelpfade. Du musst sie oft gegangen sein, bis ein bequemer Weg daraus entstanden ist.“

Nur noch 4 Kilo bin ich von meinem anfangs definiertem Wunschgewicht entfernt. Wenn ich daran denke, wie schwer ich mich damit getan habe, und wie leicht es jetzt im Nachhinein war, bin ich voller Dankbarkeit.

Ich fühle mich jetzt schon sehr viel wohler in meiner Haut und wage es mein Wunschgewicht neu zu definieren. Dann müssten weitere 5 Kilo weichen.

Da war er wieder, der Konjunktiv. Darum beschließe ich: Wenn ich mein Wunschgewicht erreicht habe, werden für mein neues Wunschgewicht noch 5 weitere Kilo weichen.

Heide 48 Jahre, aus Solingen

Feedback von D., einer weiteren Teilnehmerin des Online-Coachings und Feedback von Teilnehmern meines Live-Kurses in Würzburg