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Leben Sie leichter
Wochenlang hatte Petra sich wieder einmal kasteit, um fĂĽr einen bestimmten Anlass einige Kilos abzunehmen. Es war ziemlich schwer gewesen - und das deprimierende an der Sache: Kaum war sie
am Ziel ihrer Wünsche, zeigte die Waage bereits erneut „steigende Tendenz“.
Das Leben ist nicht fair. Denn beim Abnehmen wird Anstrengung und Konsequenz längst nicht immer entsprechend belohnt. Während manche Menschen scheinbar unbekümmert riesige Portionen
verputzen können, legte Petra nach einer erfolgreichen Diät schon am ersten „normalen Tag wieder zu. Die „schlanken“ Kleider, die sie gekauft hatte, um ihre Zunahme zu verhindern, ziepten oder
gingen gar nicht mehr zu. Ihr Körper schien einfach allen Naturgesetzen zu trotzen und machte aus wenig Essen neue Pfunde.
Zu schön, um wahr zu sein - genau so sind sie, die Versprechen der Diäten. Zwar lassen sich bereits nach wenigen Tagen beachtliche Erfolge vermelden. Denn wer weniger Kalorien zu sich nimmt als
benötigt, nimmt ab. Aber leider anschließend auch wieder zu – und oft mit „Zinsen“.
Genau diese Tatsache haben Heike und ich am eigenen Leib erfahren. Heike, Pastorenfrau und Mutter von vier Kindern hatte durch ihren Alltagsstress und die veränderten Gewohnheiten des
Familienlebens zugenommen. Und mir, einer ausgebildeten Diätassistentin ging es trotz umfassenden Wissens genauso. Mit jedem meiner fünf Kinder kamen neue Pfunde hinzu, die sich immer hartnäckiger weigerten,
ihren Platz zu räumen.
Auch wenn meine Ernährung gesund war – ich hatte mich einfach an zu große Portionen gewöhnt – und unterschätzt, wie viel ich zwischen den Mahlzeiten aß. Ging es
mit 25 Jahren noch verhältnismäßig leicht, den Speck wieder zu verlieren, so wurde der Kampf gegen die Pfunde mit zunehmendem Alter härter. Mit jedem gescheiterten Diätversuch sank auf jeden Fall eines:
Unser Selbstbewusstsein! Bis es uns gelang, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
In unserem Buch „Lebe leichter“ nehmen wir die Leser mit hinein in unsere eigene Geschichte, erzählen von unseren fruchtlosen Anstrengungen und dem, was uns schließlich geholfen hat, nicht nur
abzunehmen, sondern auch schlank zu bleiben.
Mir gingen die Augen auf, als ich die Logik des Jojoeffekts verstand: Viele Ăśbergewichtige essen nicht mehr, sondern inzwischen oft sogar weniger als normal gewichtige Menschen. Bei vielen
Dauer–Diätern hat sich der Grundumsatz durch die zahlreichen, vergeblichen Abnahmeversuche so in die Tiefe geschraubt, dass sie wirklich sehr leicht wieder zunehmen. Eine neue „Diät“, weitere
Anstrengungen, fĂĽhren nicht mehr zum Erfolg.
Ăśbergewicht ist keinesfalls immer ein Disziplinproblem! Diese Tatsache sei ein Trost fĂĽr alle, die frustriert das Auf und Ab auf Ihrer Waage beobachten. Die einmal angelegten Fettzellen
tun ihr möglichstes, um sich rasch wieder zu füllen.
Bei Diäten wird nicht nur das unerwünschte Fett abgebaut, sondern zuerst einmal reichlich Wasser ausgeschwemmt und dann auch Muskelmasse abgebaut.Pech für diejenigen, die Gewicht verlieren
wollen. Denn Muskeln verbrennen sogar im Ruhezustand mehr Energie und sorgen so für einen höheren Kalorienverbrauch. Kaum ist also die Blitzdiät beendet und die erste „normale“ Mahlzeit verspeist, holt
sich der Körper das eintreffende Nahrungsfett, um seine leeren Fettspeicher neu aufzufüllen. Sein Ziel: Der Vorrat muss wieder stimmen. In den Wiederaufbau der Muskelmasse investiert er zunächst
einmal nicht.
Je häufiger Sie Ihren Körper durch Diäten und Hungerkuren verunsichert haben, desto mehr wird er sich – vorsichtshalber - in den Vorrat packen wollen. Und je unregelmäßiger das Fett kommt,
desto mehr „setzt“ es an, weil der Körper sich ja nicht auf eine regelmäßige Zufuhr verlassen kann.
Viel Mühe für wenig Erfolg! Nach einer Blitzdiät nehmen Sie auch „blitzschnell“
wieder zu und haben es in Zukunft noch schwerer, abzunehmen, weil sich durch den Muskelabbau Ihr Grundumsatz gesenkt hat. Jedes verlorene Pfund Muskelmasse verringert den täglichen Energiebedarf um 50-100 Kalorien.
Mit jeder einseitigen Diäten sinkt Ihr Grundumsatz und die anschließende Gewichtszunahme ist vorprogrammiert.
Meine wichtigste Empfehlung Nie wieder Crash-Diäten! Keine Hungerkuren. Keine Fasten– Tage der Figur wegen. Wenn Sie fasten, sollte Ihre Motivation klar sein. Aus gesundheitlichen Gründen
„entschlacken“, das klassische Heilfasten, ist sicher allgemein gesundheitlich empfehlenswert. Eine „Methode, um Gewicht zu reduzieren ist es nicht. Natürlich gibt es auch das Fasten, weil
Sie einen „geistlichen Hunger“ nach der Gegenwart Gottes in Ihrem Leben haben. Ich habe öfters gefastet und es hat meine Sensibilität für die Anliegen Gottes erhöht. Aber auch dieses Fasten ist keine schlaue
Methode, so nebenbei ein paar Kilos abzunehmen. Wenn, dann sollte die Motivation Ihr Verlangen nach mehr von Gott sein.
Trauen Sie sich Gerade, wenn Ihr Körper bereits ein „Diät-Gedächtnis“ entwickelt hat und angesichts eines Nahrungsdefizits den Grundumsatz senkt: Essen Sie sich satt – mit regelmäßigen
Mahlzeiten, ausreichendem, aber gemäßigtem Fettanteil und möglichst sättigenden Kohlenhydraten wie Vollkornprodukten, Kartoffeln, Nudeln und vielem Obst und Gemüse. Angesichts stabiler
„Einkommensverhältnisse“ wird der Körper seine Sparpolitik lockern.
Egal wie viel Sie abnehmen möchten und wie viele Diäten Sie schon hinter sich gebracht haben: Sie sind nicht alleine und vor allen Dingen: Sie sind kein Versager!
Es ist nie zu spät für eine
Veränderung. Und wenn Sie wollen, können Sie dazu jederzeit „himmlische Hilfe“ in Anspruch nehmen.
Ganz praktisch:
Nicht schlingen, sondern schlemmen! GenieĂźen Sie Ihr Essen, jeden Bissen. Wer sich beim Essen auf den Geschmack konzentriert, isst automatisch langsamer und fast immer auch weniger.
Legen Sie immer wieder das Besteck aus der Hand und genieĂźen Sie Ihre Mahlzeit. Trinken Sie zwischendurch einen Schluck. Schauen Sie Ihr GegenĂĽber an und freuen Sie sich an der Unterhaltung. Die
Essenspause soll Ihnen neue Kraft geben, Ihnen in jeder Beziehung gut tun und Sie erfrischen.
Das Gefühl, satt zu sein, stellt sich erst nach ungefähr 20 Minuten ein. Wer schnell isst, kann in dieser Zeit
schon erhebliche Mengen gegessen haben.
Langeweile vermeiden
Haben Sie schon einmal bemerkt, wie schnell Sie sich vor dem Kühlschrank wieder finden, wenn Sie Langeweile haben? Wie viel öfter Sie ans Essen denken, wenn Sie gerade einmal nichts zu tun
haben? Je mehr konkrete Pläne Sie für Ihren Tag haben, desto leichter fällt es, Essen den richtigen Stellenwert zu geben. Je besser Sie Ihre Gaben und Talente kennen und sie einsetzen, desto einfacher
ist es, Essensgelüste in „alternative Bahnen“ zu lenken.
Ich habe erlebt, dass Veränderungen möglich sind. Und möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass auch andere Menschen motiviert werden, Ihr Ziel in Angriff zu nehmen, schlank zu werden und zu
bleiben.
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